Modul 8: Cardboard Cities – Mobilität in der Schulumgebung der Zukunft

Wie soll die Mobilität rund um unsere Schule in der Zukunft aussehen? Mit dieser Frage beschäftigen sich die Schüler und Schülerinnen im Modul und gestalten ihr Schulumfeld als “Cardboard City” neu. Zum Einsatz kommen dabei nach dem “Upcycling-Prinzip” gesammelte Materialien. Die Schüler/innen arbeiten in Teams. Zur Dokumentation werden die Schachtelstädte abfotografiert – im Optimalfall mit einer 360° Kamera.

Lernziele

Die Schüler/innen setzen sich mit dem Thema Mobilität der Zukunft auseinander und reflektieren die aktuelle Situation in ihrem Umfeld.
Sie setzen ihre Mobilitätsvisionen im Team um und üben dabei kreative und handwerkliche Fertigkeiten.

Alter

5 – 7 Jahre
8 – 10 Jahre
11 – 14 Jahre
15 – 18 Jahre

Dauer
mind. 2UE
technische Ausstattung

Kamera zur Dokumentation der Werke
360° Kamera (optional)

ohne Technik durchführbar Ja (allerdings wird eine Foto-Dokumentation der Werke empfohlen)
Download

 Leitfragen_CardboardCity-Konzept-Vorlage
 Sammelliste-CardboardCities

sonstige benötigte Materialien

Jedes Team benötigt eine Schachtel (mind. Bananenschachtelgröße).

  • Papier
  • Stifte
  • Scheren
  • Klebstoff
  • Packband
  • Heißklebepistole (optional)

Diverse Materialien (“Upcycling”) – Idealerweise sammeln die Teams bereits vor dem Modul selbst Materialien für den Bau der Cardboard Cities (siehe Sammelliste Materialien). Alternativ können von der Lehrperson Materialien zur Verfügung gestellt werden oder aber es werden Materialien direkt vor Ort in der Schule oder Natur gemeinsam mit den Schüler/innen gesucht.

Anmerkungen Im Idealfall ist diesem Modul eine Einführung in das Thema Mobilität vorangestellt.
Zum Basteln der Cardboard Cities ist ausreichend Platz notwendig. Bei größeren Klassen ist eine Trennung in zwei Räumen empfehlenswert.
Ablauf

Schritt

Beschreibung

Anmerkungen

1. Einleitung

Überblick über die geplanten Schritte im Modul (Team finden, Konzepterstellung für Cardboard City, Bau der Cardboard City, Präsentation der Cardboard City, Fotodokumentation)

Aufgabenstellung: Wie soll die Mobilität rund um eure Schule in Zukunft aussehen? Wie soll eure Schulumgebung gestaltet sein? Werdet zu Stadtplaner/innen, gründet ein Team, sammelt Ideen und setzt diese innerhalb einer Kartonschachtel um!

Fotos/Videos/Skizzen dienen zur Inspiration für die Schüler/innen und geben ihnen eine bessere Idee von der Aufgabenstellung In der Cardboard Cities Galerie sind viele Beispiele von fertigen Schachtelstädten zu finden.

Die Einführung ins Modul kann z.B. eine Woche vor der Durchführung passieren. So können die Teams bereits im Vorfeld gebildet werden (siehe Schritt 2), die Schüler/innen können zu Hause Materialien sammeln oder aber auch im Vorfeld an ihren Konzepten arbeiten (siehe Schritt 3).

2. Teamorganisation

Es werden Teams mit je 3-5 Schüler/innen gebildet.
Es wird geklärt, welche Materialien zum Basteln zur Verfügung stehen. Verwendet werden können beliebige Materialien nach dem “Upcycling Prinzip” (siehe Sammelliste Materialien). Zudem werden Schere, Klebstoff, Packband und Stifte benötigt.
Jedes Team benötigt mind. eine große Kartonschachtel.

Die Materialien sollten im Vorfeld (am besten von den Schüler/innen selbst) gesammelt werden. Es kann ein “Materiallager”im Klassenraum errichtet werden, wo sich alle Team bedienen dürfen oder aber jedes Team bringt eigene Materialien mit (bei Teamgründung und Ideenfindung im Vorfeld zum Modul).

3. Ideenwerkstatt

Die Teams sammeln und konkretisieren gemeinsam Ideen zur Umsetzung ihrer Cardboard Cities. Unterstützend hierbei sind die Leitfragen rund um Mobilität in der Schulumgebung der Zukunft (z.B.: Wie kommen die Kinder in der Zukunft in die Schule? Welche Verkehrsmittel werden sie in der Zukunft zu benutzen? Welche neuen Technologien könnte es in der Schulumgebung geben?).

Zunächst werden Ideen gesammelt, danach soll ein Gruppenkonsens gefunden werden.

Das Konzeptformular dient dazu, einen Plan zur Umsetzung der Wunsch-Schulumgebung in der Schachtel zu skizzieren. Jedes Team arbeitet an einem Konzeptformular.

Nach der Skizzierung der Idee werden die Aufgaben im Team verteilt – wer setzt welchen Teil in der Bastelphase um?

Die Ideenwerkstatt nimmt mind. 30 Minuten in Anspruch. Sollte weniger Unterrichtszeit für das Modul zur Verfügung stehen, kann auch direkt in die Bastelphase eingestiegen werden. Wichtig ist es, die Schüler/innen dennoch darauf hinzuweisen, Ideen zunächst zu besprechen und die Umsetzung im Team aufzuteilen.

4. Bastelphase – Bau der Cardboard Cities

Jedes Team bekommt eine große Schachtel. Darin wird die Schulumgebung mit beliebigen Materialien gebastelt. Wichtig: Der Fokus liegt dabei auf der Schulumgebung und dem Aspekt der Mobilität. Die Schule an sich wird nicht gebaut.

Aufnahme der Cardboard City mittels 360° Kamera (empfohlen): Zu Beginn wird in der Mitte der Schachtel ein Platz für die Kamera eingezeichnet. Dieser steht gleichzeitig symbolisch für die Schule.

Aufnahme mittels Smartphone/Kamera: Zu Beginn legen die Teams fest, von welchem Blickwinkel fotografiert werden soll (Vogelperspektive, innerhalb der Schachtel, etc.) – je nachdem kann auch entschieden werden, eine “Wand” der Schachtel zu öffnen.

Die Teams werden – je nach Bedarf – von der Lehrperson unterstützt.

Am Ende der Bastelphase werden die Schachteln abfotografiert (mittels 360° Kamera oder herkömmlicher Kamera). Auch die ausgearbeiteten Skizzen werden fotografiert.

 Zur Umsetzung dieser Phase sind mind. 1,5 UE notwendig. Die Schachtelstädte können auch aufgehoben und an einem anderen Tag weitergebaut werden.

5. Präsentation der Cardboard Cities

Jedes Team stellt am Ende ihre Ideen und Umsetzung vor der Klasse vor. Die Ideen werden ggf. gemeinsam besprochen und reflektiert.

Die Ergebnisse können zudem auf der Schulwebseite, Fotogalerie im Gang etc. ausgestellt werden. Zudem bietet es sich an mit den Schachtelstädten eine kleine Ausstellung in der Schule zu gestalten, zu der u.a. auch die Eltern eingeladen werden.

Insbesondere, wenn die Cardboard Cities im Rahmen einer Ausstellung (virtuell oder vor Ort) präsentiert werden, sollten die Schüler/innen ihr Konzept bzw. die Beschreibungen ihrer Cardboard Cities noch verschriftlichen. Die Schüler/innen können auch interviewt und die Beschreibung per Tonaufnahme dokumentiert werden.

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